Was ist Manga? Eine Übersicht über die japanische Comickultur und ihre Genres.
Manga, das Wort selbst stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie «Bild-Erzählung» oder «Bild-Geschichte». Doch was genau bezeichnen wir damit? Manga ist mehr als nur ein Comic in westlicher Manier. Es ist eine Kunstform, die sich im Laufe der Zeit entwickelt hat und ihre eigenen spezifischen Merkmale, Genres und Erzählstränge ausgebildet hat.
Die Geschichte des Mangas reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück. Damals erschienen erste Illustrationen mit Geschichten in Form von Holzschnitten in Japan. Doch es war nicht, bis im späten 19. Jahrhundert der westliche Einfluss durch die Einführung der https://mangacasino1.com.de/ Drucktechnik und die Verbreitung des Comics über das Meer hereinkehrte, dass sich Manga wirklich zu einer eigenen Kunstform entwickelte.
Die Entwicklung von einem kulturellen Phänomen
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts begannen japanische Zeichner wie Hoshino Shotaro und Seki Hajime mit der Erstellung eigener Comics, die aber nicht mehr nur als Anschauungsmaterial für die jüngere Generation dienten sondern bereits erste Elemente einer eigenen Kultur entwickelten.
Es ist zu beachten, dass Manga nie nur eine rein künstlerische Form war. Mangas transportieren oft auch soziale und politische Botschaften über komplexe Themen wie Familienkonflikte, Politik oder Veränderungen in der Gesellschaft hinaus.
In den 1950er Jahren entstand die erste Manga-Zeitung «Shonen» das ein enormes Publikum an sich zog. Mit den Zeichenstilen von Osamu Tezuka und Akira Toriyama revolutionierten diese das Geschäft mit Mangas komplett. Doch auch heute noch gibt es viele andere Genres, wie Shoujo oder Josei für Frauen oder Seinen für Männer.
Die wichtigsten Manga-Genres
Wie bereits erwähnt existiert eine breite Palette an Genres innerhalb der japanischen Comickultur. Die folgenden sind die bekanntesten:
- Shonen : Dieser Bereich ist der am weitesten verbreitete und wird von Mädchen sowie Jungen im Alter zwischen 12-24 Jahren konsumiert. Shonen-Manga geht meist über superheldische Elemente hinaus.
- Seinen: Mangas, die speziell für Männer konzipiert sind und meist über Themen wie Liebe oder Politik gehen.
- Shoujo : Diese Manga-Genres ist primär an Mädchen zwischen 12-24 Jahren gerichtet. Sie gehören zu den erfolgreichsten Genres in Japan.
- Josei : Dieser Bereich beinhaltet Mangas, die sich besonders auf Frauen im Alter zwischen 18 und 40 richten.
Neben diesen großen Gruppen gibt es noch viele andere kleine Unterkategorien.
Die einzelnen Episoden von einem Manga werden als «Kapitel» oder auch als «Szenen» bezeichnet. Diese sind normalerweise einzigartig, außer bei der Fortsetzung eines Mangas.
Von Analog bis digital: Die technischen Entwicklungen
Der Zugriff auf Mangas hat sich stark verändert. So gibt es heute Möglichkeiten online die Seiten in einem Browser zu betrachten oder mobile Apps wie ComicRack oder Comixology, welche ein umfangreiches Angebot von Titeln bieten.
Die japanische Regierung unterstützt den Handel mit digitalisierten Bildern durch ihre Firma «Shueisha», welche große Rechte auf diese Inhalte besitzt. Aufgrund des breiten Angebots an Mangas gibt es keine Einschränkung bei der Möglichkeit, verschiedene Arten von Inhalten zu finden.
Die kulturelle Einfluss
Neben der Popularität innerhalb Asiens hat Manga in den letzten Jahrzehnten auch weltweit an Beliebtheit gewonnen. Die Vielseitigkeit dieses Kunstform ist nur einer seiner Hauptvorteile, da viele verschiedenen Stilrichtungen und Genres bestehen.
Durch die digitale Plattform haben sich die Möglichkeiten des Zugriffs erheblich verändert. Es gibt keine Einschränkung mehr an Bequemlichkeit oder Ort; dies schafft eine globale Community aus Lesern, um sich mit Mangas zu beschäftigen.
Der Einfluss auf westliche Medien ist bereits vorhanden: So wurden ganze Fernsehserien wie «Dragon Ball» und auch Filme nach dem Vorbild von Mangas entwickelt. Das phänomenalste Beispiel dafür wäre die Verfilmung von Frank Millers «Batman vs Superman», welche in Teilen durch Mangastil inspiriert wurde.
Durch den Einfluss auf westliche Medien, zeigt sich der japanische Stolz der Manga-Kultur nicht nur innerhalb Asiens sondern auch darüber hinaus.
Mangas sind ein Fassungsvermögen von kulturellen und politischen Ideen. Sie haben die Welt mit einer Vielfalt von Geschichten bereichert; von fantastischen Welten über alltägliche Probleme bis hin zu wertvollen Erkenntnissen im Alltagsleben.
Das Wachstum des Mangas ist ein Beispiel dafür, dass kulturelle Entwicklungen nur durch die Teilnahme am Austausch mit anderen Kulturen entstehen.
